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Was gibt es Neues

Zur Behandlung des abdominellen Aortenaneurysmas in Deutschland

Publikation: Link (Springer Online)

Zielsetzung

Die Daten für das Jahr 2013 des Registers „Abdominelles Aortenaneurysma“ (AAA) des DIGG der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin sollen vorgestellt und die Ergebnisse mit denen anderer Register verglichen werden.

Methodik

Im Jahr 2013 beteiligten sich an dem Register insgesamt 76 Zentren. Für die offene Versorgung (OR) des rupturierten AAA (rAAA) gaben 49 Zentren, für die endovaskuläre Versorgung (EVAR) des rAAA 32 Zentren Daten ein. Es handelte sich insgesamt um 2257 Patienten. 2041 Patienten (90,4 %) wiesen ein intaktes AAA (iAAA), 216 Patienten (9,6 %) ein rAAA auf. 1924 Patienten (85,2 %) waren männlich, 333 (14,8 %) weiblich. Männer waren im Mittel mit 73 Jahren zwei Jahre jünger als Frauen (deren Alter bei 75 Jahre lag). 21,4 % der Patienten waren älter als 80 Jahre. Der Aneurysmadurchmesser machte im CT im Median 55 mm, Mittelwert 66,8 ± 75,9 mm, aus.

Ergebnisse

73 % der Patienten mit iAAA wurden endovaskulär und 27 % offen versorgt. Es verstarben 0,9 % der Patienten mit iAAA nach EVAR, verglichen mit 5,3 % nach OR. Die Komplikationsrate war nach EVAR halb so hoch (12,4 %) wie nach OR (27,9 %). Der Intensivstationsaufenthalt und die stationäre Verweildauer waren kürzer. Die postinterventionelle Klinikletalität (OR und EVAR) zusammengefasst betrug 2,1 % für iAAA. Von den Patienten mit rAAA wurden 34,7 % endovaskulär und 65,3 % offen therapiert. Patienten mit EVAR waren älter, im Median 79 Jahre, verglichen mit 75 Jahren bei OR. Bei den endovaskulär versorgten rAAA verlief der Eingriff in 42,7 % der Fälle komplikationslos. Es verstarben insgesamt 23 Patienten (30,7 %). Bei den offen versorgten Patienten wiesen 18,4 % der Patienten keine Komplikationen auf. Verstorben sind insgesamt 69 Patienten (48,9 %). Die gepoolte Krankenhausletalität des rAAA betrug im Register 42,6 %. Rupturierte Aneurysmen zeigten im Mittel einen mindestens 2 cm größeren Durchmesser als intakte.

Folgerung

Es muss betont werden, dass diese Ergebnisse nicht die ganze Versorgungsqualität in Deutschland für das AAA widerspiegeln. Die wesentliche Aufgabe für die Zukunft besteht folglich darin, in dieses Register mehr Zentren als bisher zu inkludieren, um auf die Dauer auch populationsbezogene Aussagen machen zu können.

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